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Ein gesunder Schlaf, Schlaf überhaupt, ist lebensnotwendig. Im Idealfall ist er erholsam, entspannend. Wer gut schläft, fühlt sich am nächsten Morgen ausgeruht, ist eher gut gelaunt, beginnt den Tag unternehmungslustig.
Es gibt Erzählungen von Foltermethoden mit Schlafentzug. Auch Gehirnwäschen oder psychische Beeinflussungen funktionieren am besten in Zeiten von Schlaflosigkeit, die über längere Zeit andauern.
Jeder hat schon einmal Schlafstörungen gehabt, jeder kennt sie, zumindest aus Zeiten großer Anspannung wie anstehende Prüfungen oder Ähnlichem. Kommen wir ungewollt nicht zu unserer gewohnten Nachtruhe, fühlen wir uns gestört.
Wir sprechen dabei von „Einschlafstörungen“, wenn wir 30 Minuten, nachdem wir einschlafen wollen, noch nicht eingeschlafen sind. Schlafen wir dagegen problemlos ein, aber wachen nach weniger als 6 Stunden Schlaf wieder auf und bleiben wach, handelt es sich um „Durchschlafstörungen“.
Beide Arten von Schlafstörungen sind gleichermaßen quälend, wenn sie über längere Zeit bestehen und führen dazu, dass wir uns tagsüber müde und erschöpft fühlen. Unsere Leistungsfähigkeit nimmt ab, die Aufmerksamkeit lässt zu wünschen übrig, wir sind gereizt, nervös und unsere Lebensfreude sinkt. Unser Immunsystem wird anfällig und wir werden schneller und öfter krank.
Doch als Schlafstörung wird Schlaflosigkeit erst bezeichnet, wenn wir unter ihr leiden. Unser Schlafbedürfnis ist individuell sehr unterschiedlich und Menschen wie Napoleon z.B. kommen mit einem Nachtschlaf von 2 bis 4 Stunden aus. Sie müssen nicht den oft beschriebenen 7 – 10 Stunden-Schlaf haben, um sich zu regenerieren und würden ihren kurzen Schlaf nicht als gestört oder zu kurz bezeichnen. - Gleiches gilt für ältere Menschen: Sie brauchen weniger Schlaf als junge, im Tagesgeschehen stehende Menschen.
Die Ursachen für Schlaflosigkeit sind vielfältig. Sie können begründet sein in der
- Schlafsituation oder
- in körperlichen oder
- in psychischen Faktoren.
Ich habe eine Auswahl an Fragen zusammengestellt, um die möglichen Ursachen für eine Schlaflosigkeit herauszufinden:
Fragen zur Schlafsituation:
- Ist es in meinem Schlafzimmer zu laut, zu warm oder zu kalt?
- Schnarcht mein Partner / meine Partnerin zu laut? (Ggfs. der Zimmergenosse).
- Ist das Bett, die Matratze, das Oberbett, für mich bequem?
- Esse ich zu spät am Abend zu schwere Speisen?
- Der Ort ist ungewohnt für mich (Urlaub etc.), stört mich das?
Körperliche Befindlichkeiten, die den Schlaf stören können:
- Zu hoher oder zu niedriger Blutdruck,
- Schmerzen,
- Schlafapnoe (kurze Phasen ohne Atemtätigkeit),
- Schilddrüsendysfunktionen,
- Herzerkrankungen,
- Bewegungsmangel,
- Medikamente,
- Unterforderung (d.h. ich bin einfach nicht müde genug)
Als psychische Faktoren kommen in Frage:
- Spannungen gleich welcher Art, z.B ein Streit, Ungerechtigkeit, eine anstehende Klärung, ein vor dem Schlafengehen gesehener spannender Film, ein beim Schlafengehen gelesenes Buch, usw.,
- Ängste aller Art, berufliche (Arbeitslosigkeit, Mobbing), finanzielle, gesundheitliche oder Ängste ohne einen erkennbaren Anlass,
- Panikattacken,
- Schul- oder Prüfungsängste,
- Partnerschaftsprobleme,
- Einsamkeit,
- Lebenskrisen aller Art wie Trennung, Tod eines geliebten Menschen,
- schwere Erkrankungen, o.ä.,
- Depressionen.
Wie kann die Heilhypnose hier helfen?
Die situativen Ursachen wie z.B. eine zu weiche Matratze oder eine laute Umgebung bedürfen meist keiner weiteren Hilfestellung: Sie sind oft schnell herausgefunden und nach einer Veränderung der Schlafsituation stellt sich ein gesunder, erholsamer Nachtschlaf von selbst wieder ein.
Die körperlichen Ursachen müssen evtl. von einem Arzt behandelt werden. In der Heilhypnose wird mit Hilfe von Phantasiebildern und -texten Körper und Seele Erleichterung verschafft und eine andere Sicht der Krankheit als bisher, mit mehr eigenen Handlungsmöglichkeiten, vermittelt. Auch helfen Suggestionen, den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern. Ein Herzkranker kann z.B. lernen, wie er nach einem nächtlichen Aufstehen sogleich wieder in einen erholsamen Schlaf gleitet.
Oftmals beruhen Schlafstörungen aus psychischen Ursachen wie Kummer, Sorgen, Ängste, die verhindern, dass Körper und Seele sich entspannen und von den Sorgen loslassen können. Diese anhaltende Anspannung stört den Schlaf.
Hier wird die Heilhypnose wirksam: In der Trance werden diese Ursachen der Anspannungen mit Hilfe unseres Unbewussten aufgedeckt und bearbeitet. Bald kann der Klient das Problem von einem anderen Standpunkt aus anschauen und loslassen. Das führt zu großer Erleichterung und zu besserem Schlaf. Das kann eine kleine Weile dauern. Erfahrungsgemäß lerne ich die Klienten mit Schlaflosigkeit erst kennen, wenn die Beschwerden schon lange Zeit bestehen. - Da braucht es auch ein wenig Zeit, um die Ursachen zu finden und vor allem zu bearbeiten.
Aber die Länge der Behandlung ist nicht von vornherein absehbar: Sie kann auch kürzer sein oder auch länger. Werden die Ursachen der Schlafstörungen aufgedeckt, akzeptiert und integriert ist eine anhaltende Heilung möglich!
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